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Montag, 2. Juni 2008

tele.ring - Vorsicht vor falschen Abschlussrechnungen - Probleme mit Sonderkündigungen wegen neuer AGB (Teil 4)

Wie bereits mehrfach berichtet (HIER, HIER und HIER), ergab sich aus den nicht ausschließlich begünstigenden Änderungen der T-Mobile/tele.ring AGB ein kostenloses, außerordentliches Kündigungsrecht. Als hätten diese Änderungen nicht ohnehin schon für genug Unmut gesorgt, haben nun etliche Kunden eine falsche Abschlussrechnung erhalten.

Betroffenen Kunden wurde nicht das Entgelt bis 04.05. verrechnet (ab diesem Datum wurden die neuen AGB auch für Bestandskunden gültig und dies war daher das Datum für die außerordentliche Kündigung), sondern alle Entgelte, die bis zum Ende der normalen Vertragslaufzeit angefallen wären plus einer Abschlagzahlung von 80 EUR. Dadurch kamen teils erhebliche Summen zustande, die selbstverständlich auch abgebucht wurden. Die Ursache war schnell erkannt: zum einen betrifft dies nur tele.ring Kunden, zumindest ist bis jetzt kein Fall eines T-Mobile Kunden bekannt, und zum andern nur solche Kunden, die entweder ihre Rufnummer zu einem anderen Mobilfunkanbieter portierten oder sehr kurzfristig von dem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machten.

An dieser Stelle sei daher jedem, der das außerordentliche Kündigungsrecht in Anspruch nahm, geraten, seine Abschlussrechnung genau zu überprüfen. Wer eine falsche Rechnung erhalten hat, sollte sich mit der tele.ring Serviceline (0800-650650) in Verbindung setzen. Das Problem ist dort bekannt und die Sache wird schnell und unkompliziert aus der Welt geschaffen. Der fade Beigeschmack der versuchten Abzocke bleibt dennoch. Und wahrscheinlich wird es auch einige Kunden geben, die nicht merken, dass sie eine falsche Abschlussrechnung erhalten haben bzw. sich nicht dagegen wehren, weil sie davon ausgehen, dass die Rechnung ihre Richtigkeit hat.

Links:

- tele.ring

- Blog-History: "Probleme mit Sonderkündigungen wegen neuer AGB"

Donnerstag, 29. Mai 2008

tele.ring mit neuem Wertkartentarif "Mücke Amigo"

Mobilfunkmarke tele.ring bringt am 01.06. mit "Mücke Amigo" einen neuen Wertkartentarif auf den Markt. Netzinterne Gespräche kosten in diesem Tarif nur 1Cent/Min., Gespräche in alle anderen österreichischen Netze werden hingegen mit 10Cent/Min. vergebührt. SMS kosten ebenfalls je 10Cent.

Die PrePaid-Tarife "Mücke" und "Mücke SMS" werden um den Tarif "Mücke Amigo" erweitert. Dieser Tarif ist auf jene Kunden zugeschnitten, die hauptsächlich netzinterne Gespräche führen. Bei lediglich 1Cent pro Min. kann hier schon einmal bedenkenlos ein längeres Telefonat geführt werden. Zu anderen Netzen und für SMS werden aber 10Cent pro Min. bzw. pro Stück verrechnet. Die Taktung liegt bei 60/60, was heißt, dass stets in vollen Minuten abgerechnet wird.

"Mücke Amigo" grenzt sich klar von den beiden schon bestehenden tele.ring PrePaid-Tarifen ab. Denn während "Mücke" mit 6,9Cent/Min. in alle Netze für Leute gedacht ist, die hinsichtlich Telefonierverhalten kein favorisiertes Netz haben, punktet "Mücke Amigo" ganz klar mit günstigen 1Cent/Min. netzintern. Auch die SMS sind ein wenig günstiger (10Cent) als bei "Mücke" (15Cent). Wer aber viele SMS schreibt, dem sei weiterhin der Tarif "Mücke SMS" empfohlen, da hier die SMS mit lediglich 3Cent zu Buche schlagen. Dafür kosten bei "Mücke SMS" Gespräche österreichweit 9Cent/Min.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

tele.rings neuer PrePaid-Tarif "Mücke Amigo" ist bei einem Preis von 1Cent pro netzinterner Gesprächsminute ein bisschen der Ausgleich für den Wegfall der Schnipp! Tarife, die besonders durch gratis interne Telefonie glänzten. Endlich gibt es also wieder ein Tarif für jene, die hauptsächlich von tele.ring zu tele.ring telefonieren, wenngleich es auch ein Wertkartentarif ist. Eine ernsthafte Antwort auf den "bob vierer" ist dies allerdings nicht, dieser ist für alle, die quer durch alle Netze telefonieren und keine Vertragsbindung eingehen wollen, auch weiterhin der günstigste Tarif am Markt.

Desweiteren müssen noch Tarif-Details zur Abrechnung von MMS und Datenvolumen abgewartet werden, da der Tarif noch nicht offiziell auf der homepage bekannt gemacht wurde. Bestehende Wertkarten-Kunden sollten problemlos auf "Mücke Amigo" wechseln können, Details dazu werden spätestens am 01.06. auf der tele.ring homepage zu finden sein.

Links:

- tele.ring

- tele.ring PrePaid-Tarife

Mittwoch, 21. Mai 2008

Datentarife von Hutchison 3G und tele.ring bis Jahresende günstiger

Die Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G ("3") und tele.ring setzen ihre Datentarife in Aktion. Wer sich bis 30.06. für die Tarife 3Data 3GB oder 3DataFair von "3" bzw. WILL I von tele.ring entscheidet, zahlt bis Jahresende jeweils nur 9 EUR/Monat. Das Aktivierungsentgelt entfällt ebenfalls bei beiden Betreibern.

Ab nächstem Jahr werden dann die regulären Gebühren fällig. Für den Tarif 3Data 3GB zahlt man somit nach Jahreswechsel 19 EUR/Monat (15,20 EUR für Bestandskunden und Unter-27-Jährige), für den Tarif 3DataFair 24 EUR/Monat (19,20 EUR für Bestandskunden und Unter-27-Jährige) und für den Tarif WILL I 20 EUR/Monat (16 EUR für Bestandskunden, Schüler und Studenten). Es gilt zu beachten, dass die Angebote nicht mit SIM-only kombinierbar sind. Bei "3" ist zudem auch die Kombination mit anderen Aktionen (z.B. Laptop-Bundle) nicht möglich.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

Und wieder reihen sich zwei Aktionen in die bereits lange Liste an "x Euro bis Jahresende"-Aktionen ein. Man hat den Eindruck, dass alle Betreiber bzw. deren Marketing-Abteilungen bloß noch voneinander abschauen. Während es bei tele.ring zuvor keine Aktion gab, hat bei "3" gegenüber der vorherigen Aktion eine Verschlechterung statt gefunden. Bis 20.05. erhielten Kunden, die sich zu einem der oben genannten "3"-Datentarife anmeldeten, nämlich den MegaNetz Bonus in Höhe von 96 EUR. Im direkten Vergleich mit dem neuen Angebot war dies in Summe klar die bessere Aktion. Nichts desto trotz ist das Angebot gut und macht es mit den anderen "bis Jahresende"-Aktionen auch besser vergleichbar.

Ob nun "3" oder tele.ring, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Vor der Entscheidung sei auch die Überprüfung der Netzabdeckung empfohlen. Wer sich entschieden hat und auf Beratung im Shop verzichten kann, der kann bei Online-Anmeldung zusätzliche Boni lukrieren: 50 EUR Online-Bonus gibt es bei "3" und 25 EUR bei tele.ring.

Dienstag, 6. Mai 2008

tele.ring - Sprachtarife "Basta!" und "Sparta!" bis Jahresende günstiger

Als Reaktion auf den Mitbewerb bietet tele.ring nun ebenfalls Tarif-Aktionen an. Wer bis 30.06. anmeldet zahlt bis Ende des Jahres für den Tarif "Basta!" nur 9 EUR/Monat und im Tarif "Sparta!", der dem Tarif "Ätsch!Ätsch!" entspricht, keine Grundgebühr.

Mobilfunkbetreiber mobilkom austria und ONE werben derzeit stark mit Aktionen um Neukunden. Auch T-Mobile und Hutchison 3G bieten im Moment Vergünstigungen an, bis jetzt aber lediglich bei Datentarifen. Nun zieht auch Mobilfunkmarke tele.ring beim Kampf um die Kunden mit in die nächste Runde und lockt Neukunden mit den vergünstigten Tarifen "Basta!" und "Sparta!" (ehemals "Ätsch!Ätsch!"). Der Flat-Tarif Basta! kostet nun statt 19 EUR nur 9 EUR monatlich und im Tarif Sparta! entfällt das monatliche Grundentgelt von 3,90 EUR. Die Aktions-Preise gelten bis Jahresende und sind gültig für alle Anmeldungen bis 30.06.

Tarife in neuem Gewand: Im Zuge der Tarif-Aktion wurden die beiden Tarife leicht abgeändert. Sparta! ersetzt vollständig den Tarif Ätsch!Ätsch!. Die Konditionen, 3,90 EUR Grundentgelt, 5 EUR Mindestgesprächsumsatz und 3,9Cent/Min. in alle Netze, bleiben allerdings gleich. Basta! beinhaltet nun ähnlich wie die Große Plaudertasche von ONE 1000Min./Monat in alle Netze, und nach deren Verbrauch noch 4000Min./Monat ins eigene Netz.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

Es ist schon seltsam, dass derzeit alle Betreiber derart stark um Neukunden werben. Ostern und Weihnachten, die Zeiten, an denen traditionell verstärkt Angebote gelauncht werden, sind noch in weiter Ferne bzw. schon lange vorüber. Scheinbar haben sich die Betreiber gegenseitig "aufgeheizt", anders sind die momentanen Aktionen nicht zu erklären. Gut jedenfalls für die Kunden, denn diese profitieren davon. Trotzdem sollte man sich nur aufgrund einer Aktion einen bestimmten Tarif nicht schön reden lassen. Zumindest nicht, wenn man beabsichtigt, den Tarif auch längerfristig zu verwenden. Darum ist allen zu raten, sich auch über die Kosten nach Aktionsende zu informieren.

Die Aktions-Preise für die Tarife Basta! und Sparta! sind sehr attraktiv. Wer sich ohnehin für einen der beiden Tarife entscheiden wollte, kann beruhigt zugreifen. Das Aktivierungsentgelt in Höhe von 49 EUR entfällt bei Anmeldung zu einem der Aktions-Tarife ebenfalls. Der monatliche Mindestgesprächsumsatz von 5 EUR im Sparta! Tarif sollte allerdings mit bedacht werden. Noch zwei kleine Details am Rande: Die tele.ring Speckjagd! kann auf diese Tarife nicht angewendet werden. Und bei vorheriger, gleichzeitiger oder nachfolgender Kündigung einer Rufnummer während des Aktionszeitraums +30 Tage werden 99 EUR nachverrechnet.

Dienstag, 15. April 2008

T-Mobile/tele.ring - Verstöße gegen Telekommunikationsgesetz und: Probleme mit Sonderkündigungen wegen neuer AGB (Teil 3)

Vom außerordentlichen Kündigungsrecht für Kunden von T-Mobile/tele.ring wurde hier bereits berichtet. Bisher hat sich T-Mobile gegenüber Kunden, die von diesem Recht Gebrauch machten, nicht sonderlich fair verhalten. Zuerst wollte man den Kunden eine Abschlagszahlung in Höhe von 80 EUR verrechnen, entgegen den Bestimmungen in den eigenen AGB und entgegen geltendem Telekommunikationsgesetz. Doch auch sonst gab und gibt es viele Probleme, Ungereimtheiten und offensichtliche Verstöße gegen das Telekommunikationsgesetz (TKG).

In einschlägigen Foren und Weblogs wird schon seit geraumer Zeit darüber berichtet, das erste mediale Interesse an dieser Sache hat nun HELP gezeigt, das Konsumentenmagazin des ORF. Im entsprechenden Artikel ist die Rede von einer Kundin, die in ihrer Kündigung sowohl auf den Grund (AGB Änderungen zu ihren Ungunsten) als auch auf den entsprechenden Paragraphen des TKG verwies. Trotzdem wurde das Kündigungsschreiben von tele.ring nicht akzeptiert. Begründung seitens tele.ring: das Wort "außerordentlich" hätte gefehlt. Und das obwohl die Kundin mehr als deutlich machte, um welche Art von Kündigung es sich handelt. Doch damit nicht genug, eine Kündigung mit gleichem Wortlaut wurde auch von einem Bekannten der Kundin eingereicht. Diesen rief man an um zu erfragen, was denn TKG bedeute.

Es ist nicht verwunderlich, dass einzelne Mitarbeiter das TKG (Telekommunikationsgesetz!) nicht kennen, denn auch die Unternehmensspitze selbst weiß damit nicht allzu viel anzufangen. Anders kann man die offensichtlichen Verstöße gegen das TKG nicht erklären. Oder doch? Aber das würde ja bedeuten, dass hier Absicht dahinter steckt. Eine Meinung darüber kann und soll sich anhand folgender Auflistung jeder selbst bilden:

  • Wie bereits erwähnt, wollte T-Mobile von Kunden, die außerordentlich kündigten, eine Abschlagszahlung in der Höhe von 80 EUR verrechnen. Klarer Verstoß gegen die eigenen, noch gültigen AGB und gegen das TKG.
  • T-Mobile informierte die Kunden nicht gesetzeskonform über das Inkraft-Treten der neuen AGB. Das TKG sieht hier nämlich vor, dass Kunden sowohl über die wesentlichen Inhalte der nicht ausschließlich begünstigenden Änderungen informiert, als auch darauf hingewiesen werden müssen, dass sie ein kostenloses, außerordentliches Kündigungsrecht haben. Beides wurde verabsäumt. Inhalte der Änderungen wurden gar keine genannt, und der Hinweis "ein gesetzliches Kündigungsrecht" ist unzureichend.
  • In den neuen AGB gibt es eine Änderung, die T-Mobile erlaubt, zukünftig 80 EUR Abschlagszahlung im Falle einer außerordentlichen Kündigung (aufgrund neuer, schlechterer AGB) zu verrechnen. Klarer Verstoß gegen das TKG.
Neben diesen Verstößen gibt es weitere Ungereimtheiten, die derzeit für Aufregung sorgen:

  • Obwohl die RTR eingeschritten ist, und T-Mobile nun versicherte, die 80 EUR Abschlagszahlung nicht zu verlangen, gibt es an der Serviceline immer noch anders lautende Auskünfte. Dabei handelt es sich scheinbar um eine absichtliche Falschinformation.
  • Wie an anderer Stelle berichtet, sind in letzter Zeit vielfach Anschlüsse von Kunden gesperrt worden, die vermehrt Anrufe zum Mobilfunkbetreiber "3" getätigt haben. Dieses hohe Gesprächsaufkommen kann durch den SixBack-Bonus erklärt werden (Kunden erhalten von "3" einen Bonus von 6Cent/voller Min., wenn sie aus einem fremden Mobilfunknetz angerufen werden). Wie auch immer man zu dieser Art von "Guthaben laden" stehen mag, die Vorgehensweise T-Mobiles war/ist alles andere als fair. Die Sperren erfolgten ohne Vorwarnung, betroffene Kunden mussten tlw. bis zu zwei Monate auf eine Begründung warten, die Begründung der Sperre war völlig unzureichend und monatliche Gebühren wurden trotz gesperrtem Anschluss weiterhin verrechnet.
  • Die Sperre solcher Kunden wurde mit Missbrauch erklärt. Leider verabsäumte T-Mobile zu klären, wann genau ein Missbrauch vorliegt. In den neuen AGB will man hier nun zusätzlich einen Riegel vorschieben, indem man eine Sperre als gerechtfertigt ansieht, wenn ein "Missbrauch im Zusammenhang mit Angeboten von anderen Mobilfunkbetreibern" vorliegt. Dieser Passus erlaubt T-Mobile jedoch absolute Willkür, da auch hier nirgends definiert wird, ab wann ein Missbrauch vorliegt. Anschlussinhaber wurden übrigens auch dann gesperrt, wenn sie lediglich die 1000Min./Fremdnetz konsumierten oder den festgelegten Mindesgesprächsumsatz erbrachten.
  • Eine Klausel, die den Verein für Konsumenteninformation (VKI) schon bei der mobilkom austria stört, hat nun auch bei T-Mobile Eingang gefunden. Wenn ein Kunden zukünftig aufgrund sich verschlechternder AGB außerordentlich kündigt, nimmt sich T-Mobile das Recht, diese Kündigung für unwirksam zu erklären, indem sie ihm auch weiterhin die alten AGB gewährt. Diese "Widerrufs-Frist" betrug bisher 7 Tage, wurde in den neuen AGB aber auf 4 Wochen erhöht. Die Klausel an sich ist schon strittig genug, aber die Frist von 4 Wochen ist eine Unzumutbarkeit für den Kunden, da die Bekanntgabe der neuen AGB auch erst 4 Wochen vor deren Inkraft-Treten erfolgen muss. Ein Kunde, der in so einem Falle von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch macht, würde bis zuletzt nicht wissen, ob sein Vertrag nun nach Ablauf der 4 Wochen gekündigt ist oder ob er die alten AGB zugestanden bekommt.
Die Argumente sprechen wohl für sich und leider gegen T-Mobile. Es bleibt zu hoffen, dass T-Mobile in so mancher Hinsicht ein Einsehen haben wird. Ein breiteres mediales Interesse wäre wünschenswert, denn nur durch medialen Aufschrei und massive Kundenproteste kann hier etwas bewegt werden.

Zur Nachlese:

"Kritik an neuen T-Mobile AGB" (ORF, futureZone)

"Außerordentliche Telering-Kündigungsprobleme" (ORF, help)

Kundenbeschwerde auf diemucha.at

Berichte und Diskussion über von T-Mobile verhängte Sperren auf UMTSlink.at (HIER und HIER)

Freitag, 11. April 2008

tele.ring - Änderung der Tarifwechselregelung und Neuauflage des Ätsch!Ätsch! Tarifs

Die Mobilfunkmarke tele.ring hat kürzlich ihre Tarifwechselregelung geändert und auch den Ätsch!Ätsch! Tarif überarbeitet. Ab sofort ist ein Tarifwechsel in den ersten sechs Vertragsmonaten nur auf einen höheren Tarif möglich, ab dann jederzeit kostenpflichtig durchführbar und erst vier Monate vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kostenlos. Beim Ätsch!Ätsch! Tarif ist zukünftig ein Mindestgesprächsumsatz (MGU) von 5 EUR zu erbringen.

Die neue Tarifwechselregelung im originalen Wortlaut:
"In den ersten 6 Monaten der Mindestvertragsdauer (MVD) ist ein Wechsel auf einen Tarif mit geringerer Grundgebühr, Mindestgesprächsumsatz sowie tele.ring Günta! nicht möglich, bis 4 Monate vor Ablauf der MVD um 89 Euro, danach kostenlos."

War der Tarif Ätsch!Ätsch! bis vor kurzem nur als SIM-only Anmeldung zu haben, gibt es nun die Möglichkeit, in Verbindung mit einer Anmeldung im Ätsch!Ätsch! Tarif ein preisgestützten Handy zu erwerben. Dabei wurde aber auch ein Mindestgesprächsumsatz von 5 EUR eingeführt.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

Schon die neuen AGB wiesen in eine für den Kunden unvorteilhafte Richtung: Erhöhung der Kündigungsfrist, Erhöhung der Serviceentgelte, Erhöhung der Widerrufsfrist im Falle einer Kündigung aufgrund neuer, schlechterer AGB, Papierrechnung könnte kostenpflichtig werden, Serviceline könnte kostenpflichtig werden, usw. Die neue Schiene, die tele.ring wohl im Auftrag des Mutterkonzerns T-Mobile Austria fährt, richtet sich auch mit den oben genannten Änderungen zusehends gegen den Kunden. Die alte Tarifwechselregelung war weniger streng. Nicht nur, dass ein Tarifwechsel schon sechs Monate vor Ablauf der MVD kostenlos war, auch die Kosten für einen Wechsel davor waren günstiger.

Die 5 EUR Mindestgesprächsumsatz, die Kunden im Ätsch!Ätsch! Tarif zu erbringen haben, gehen wohl auf die Tatsache zurück, dass dieser Tarif wieder in Verbindung mit einem preisgestützten Handy angeboten wird. Leider sind die 5 EUR MGU auch dann fällig, wenn die SIM-only Variante gewählt wird. Hier sollte man nachbessern und auf den MGU verzichten. Im direkten Vergleich zum Jugendtarif "4 immer young" von ONE schneidet der Ätsch!Ätsch! Tarif übrigens auch schlechter ab, da dort kein MGU zu erbringen ist.

In Punkto Tarifwechselsperre bzw. Tarifwechselregelung scheinen derzeit alle Mobilfunkbetreiber den Kunden mehr und mehr knebeln zu wollen. Erst kürzlich hat ONE eine Wechselsperre von 24 Monaten eingerichtet. Bei A1 ist ein Tarifwechsel schon länger nur kulanzhalber und mit einer Verlängerung des Vertrags um 24 Monate möglich. Auch "3" hat vor einigen Monaten eine sechsmonatige Tarif-Downgrade-Sperre eingeführt. Es ist leider ein betreiberübergreifendes Phänomen, dass sich die Bedingungen für Vertragskunden zusehends verschlechtern. Sich außerhalb der Bindefrist zu befinden wird somit zusehends attraktiv. Wer also nicht zwingend ein neues Handy benötigt, sollte es sich gut überlegen, seinen Vertrag vorschnell zu verlängern. Die "Tarifwechselverschlechterungen" der letzten Zeit sind wohl auf den unglaublich starken Wettbewerb am österreichischen Mobilfunkmarkt zurück zu führen. Die Preise für mobile Kommunikation werden immer günstiger, bleibt nur zu hoffen, dass wir uns deswegen nicht irgendwann in einer Servicewüste wiederfinden werden.

Dienstag, 25. März 2008

T-Mobile/tele.ring - Aktuelle Proleme mit Sonderkündigungen wegen neuer AGB (Teil 2)

Wie bereits berichtet gibt es derzeit bei T-Mobile/tele.ring aufgrund nicht ausschließlich begünstigender Änderungen der AGB ein Recht auf Sonderkündigung. Von Kunden, die von diesem Recht Gebrauch machten, wurde von T-Mobile/tele.ring eine Einmalzahlung in der Höhe von 80 EUR verlangt. Nach vielen Beschwerden reagierte zunächst T-Mobile/tele.ring selbst und mit einiger Verspätung auch die RTR. Beide Seiten versicherten nun, dass die 80 EUR nicht zu zahlen seien.

Kündigungswillige Kunden sind nun also doch zu ihrem Recht gekommen, denn zum einen schreibt der §25 (3) TKG vor, dass eine solche Kündigung für den Kunden kostenlos zu sein hat und zum andern weisen T-Mobile/tele.ring in ihren noch bis 03.05. gültigen AGB selbst darauf hin, dass in solch einem Falle keine Kosten entstehen. Dennoch bleibt der fade Beigeschmack der versuchten Kundenabzocke und auch die RTR hat hier viel zu spät reagiert.

Donnerstag, 13. März 2008

T-Mobile/tele.ring - Aktuelle Proleme mit Sonderkündigungen wegen neuer AGB

Die neuen AGB, die für T-Mobile/tele.ring Bestandskunden ab 04.05. gelten, sind nicht ausschließlich begünstigend. Daraus ergibt sich laut §25 (3) TKG das Recht auf Sonderkündigung.

Wie in einschlägigen Foren nun berichtet wurde, wird von Kunden, die von diesem Recht Gebrauch machten, von T-Mobile/tele.ring eine Einmalzahlung in der Höhe von 80 EUR verlangt. Dieser Umstand geht jedoch nicht mit den noch bis 03.05. bestehenden AGB konform und widerspricht auch oben erwähntem §25 (3) TKG. So heißt es in den noch geltenden AGB §7 (5.1), dass die Zahlung in Höhe von 80 EUR nicht berechnet wird, wenn "[...] Sie das Vertragsverhältnis aus von uns zu vertretenden Gründen außerordentlich gelöst haben." Und in §25 (3) TKG heißt es, dass eine Sonderkündigung für den Kunden in jedem Fall kostenlos zu sein hat.

Vertragswidrig und unrühmlich: Wie ist es nun zu erklären, dass T-Mobile/tele.ring nicht nur gegen ihre eigenen AGB, sondern auch gegen das für alle Mobilfunkbetreiber geltende TKG verstößt? Von einigen wird vermutet, dass diese Summe lediglich zur Abschreckung dienen soll, damit Kunden ihre Sonderkündigung wieder zurück ziehen bzw. gar nicht erst einreichen. Unrühmlich ist auch die Vorgehensweise T-Mobiles/tele.rings, die bei telefonischen und schriftlichen Anfragen stets auf die Abschlagszahlung in der Höhe von 80 EUR verweisen, auch wenn man als Kunde auf die noch bestehenden AGB und den §25 (3) TKG hinweist.

Neue AGB rechtskonform?: In den neuen, ab 04.05. geltenden AGB räumt sich T-Mobile/tele.ring das Recht ein, in Zukunft auch bei von ihnen selbst zu vertretenden Sonderkündigungen eine Abschlagszahlung in der Höhe von 80 EUR zu verlangen. Es wird sich zeigen, was in so einem Fall Institutionen wie die RTR und der VKI sagen werden. Mit §25 (3) TKG, wonach eine Sonderkündigung für den Kunden kostenlos zu sein hat, ist diese Klausel nämlich nicht vereinbar.

Abwarten: Noch heißt es abwarten. Nach dem 04.05. wird sich zeigen, ob T-Mobile/tele.ring Ernst macht und Kunden tatsächlich diese 80 EUR verrechnen wird. Ihr derzeitiges Gebaren ist jedenfalls unseriös und spiegelt nicht das Verhalten wider, welches ein großes und international agierendes Unternehmen an den Tag legen sollte.