Dienstag, 17. Juni 2008

EU will Senkung von Roamingpreisen bei SMS und Datenverbrauch - A1 senkt SMS-Preis auf 25 Cent

Vor kurzem hat Viviane Reding, ihres Zeichens EU-Telekommunikationskommissarin, wieder einmal von sich hören lassen. Erst letztes Jahr hat sie dafür gesorgt, dass für Sprachroaming EU-weit preisliche Obergrenzen eingeführt wurden. Nun will sie auch eine Preissenkung von SMS- und Datenverbrauch erreichen, und nimmt hier die Mobilfunkbetreiber selbst in die Pflicht. Schon einmal hatte sie deswegen eine Mahnung ausgesprochen, wobei die Frist demnächst ausläuft.

Sollte nicht erkennbar sein, dass die Betreiber den Forderungen Redings nachgegangen wären, so würde sie noch Anfang Juli und damit noch rechtzeitig zur Urlaubssaison die Sache selbst in die Hand nehmen. Derzeit sei jedoch lediglich ein minimaler Preistrend bei SMS von 29 Cent auf 28 Cent festzustellen. Damit dürfte Viviane Reding wohl kaum zufrieden sein.

A1 hat nun als erster heimischer Mobilfunkbetreiber auf diese Forderungen reagiert und senkt ab 16.06. für alle Privat- und Geschäftskunden in insg. 37 Ländern, darunter alle EU-Länder, den SMS-Preis auf 25 Cent. Es handelt sich dabei immerhin um eine Preissenkung von 7 Cent pro SMS (ehemals 32 Cent). Stellt sich die Frage, ob dieses Entgegenkommen der mobilkom austria den Erwartungen Viviane Redings genügen wird.

A1 bietet für Vielschreiber auch ein spezielles SMS Roaming-Paket an: Mit dem neuen SMS Roaming Paket "A1 GRENZENLOS SMS 100" stehen Kunden 100 SMS für 10 EUR Euro im Monat zur Verfügung. Eine Initiative zur Senkung von Datenverbrauchskosten ist jedoch derzeit bei keinem Betreiber zu spüren, am ehesten noch bei Hutchison 3G ("3"), die mit bestimmten Partnernetzen in bestimmten Ländern einen Preis von 38Cent pro MB ausgehandelt haben.

Links:

- A1

- EU-Webseite Viviane Redings

Sonntag, 15. Juni 2008

mobilkom austria - Neue AGB den Kunden mit Online-Rechnung nicht gesetzeskonform bekannt gegeben

Wie help.orf berichtet, entsprach die Bekanntgabe der neuen mobilkom austria AGB auf den Online-Rechnungen nicht den Anforderungen laut Telekommunikationsgesetz (TKG). So waren die AGB-Änderungen online lediglich "versteckt" unter dem Link "A1-Insight" abrufbar, was nach Ansicht von help.orft dem Gesetz (TKG) nicht genüge. Die Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) teilte diese Ansicht und leitete ein Aufsichtsverfahren ein.

Im §25 TKG heißt es, dass dem Kunden die Änderungen in geeigneter Form mitzuteilen seien, z.B. durch Aufruck auf einer periodisch erstellten Rechnung. Dieses Beispiel zeige, so Gregor Goldbacher von der RTR, dass die Bekanntgabe der Änderungen für den Kunden eindeutig sichtbar bzw. auffindbar sein muss. Durch einen Link zu den AGB-Änderungen mit der dazu noch völlig unzutreffenden Bezeichnung "A1-Insight" sei die mobilkom austria dieser Forderung nur ungenügend nachgekommen.

Die mobilkom austria sieht das freilich ganz anders. Sie argumentiert, dass Nutzer der Online-Rechnung wissen würden, was sich hinter dem Link "A1-Insight" verbirgt, nämlich die jeweils aktuelle Rechnungsbeilage. help.orf und auch die RTR sehen allerdings der Informationspflicht zur Bekanntgabe der AGB-Änderungen damit nicht genüge getan und ein Aufsichtsverfahren wurde eingeleitet. Die Konsequenzen könnten für die mobilkom schwerwiegend sein, denn allen Kunden, welche die Online-Rechnung erhalten, müssten somit rückwirkend die alten AGB zugestanden werden.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

Neue, sich verschlechternde AGB dem Kunden nicht gesetzeskonform bekannt zu geben ist unter den Mobilfunkbetreibern leider in Mode und auch Marktführer mobilkom austria stellt hier keine Ausnahme dar. Auch wenn die RTR nun reagiert, so tut sie es leider nicht von sich aus, sondern auf medialen Druck. In der Vergangenheit war das schon öfter der Fall, wenn es um Verstöße der Neztbetreiber gegen das TGK ging. So wurden AGB-Änderungen, die offensichtlich gesetzeswidrig waren, erst durch Institutionen wie den VKI geklagt und anschließend vom Gericht für nichtig erklärt. So weit dürfte es aber eigentlich gar nicht kommen, denn Änderungen an den Geschäftsbedingungen müssen der RTR von den Betreibern mind. zwei Monate vor Inkraft-Treten bekannt gegeben und genehmigt werden. Führt man sich vor Augen, dass also all diese gesetzeswidrigen AGB-Änderungen zunächst von der RTR genehmigt wurden, so kann zu Recht die Frage aufgeworfen werden, ob sich die RTR ihrer Funktion überhaupt bewusst ist. Dies scheint leider nicht der Fall zu sein, was auch am Beispiel der T-Mobil/tele.ring AGB-Änderungen (hier im Blog habe ich mehrfach darüber berichtet) klar wird.

Wer immer auch von Ungerechtigkeiten der Mobilfunkbetreiber betroffen ist, dem sei geraten, sich nicht nur auf die RTR zu verlassen, sondern auch öffentliche Institutionen wie VKI und AK einzuschalten bzw. sich durchaus auch an die Medien zu wenden.

Links:

- A1

- Artikel auf help.orf

- RTR

Erneute Verkaufsgerüchte um Hutchison 3G

Wie die Telekom Presse berichtet, gibt es neuerliche Gerüchte um einen Verkauf von Hutchison Österreich. Es wird vermutet, dass die neuen Eigentümer von ONE (demnächst Orange) an einem Kauf von Hutchison 3G ("3") interessiert sind.

Diese Vermutung wird dadurch genährt, dass die Anteile von ONE am österreichischen Mobilfunkmarkt stagnieren bzw. am mobilen Breitbandmarkt sogar rückgängig sind und ONE/Orange durch eine Übernahme von "3" nicht nur auf einen Schlag den Kundenstamm enorm erweitern könnte, sondern auch das best ausgebauteste (UMTS)-Netz in Österreich hätte. Die Telekom Presse vermutet auch seitens Hutchison 3G ein Verkaufsinteresse, da deren Teilnehmerstände am österreichischen Mobilfunkmarkt nicht ausreichen, um wirtschaftlich profitabel zu sein. Der Verkauf der indischen Hutchison Essar an Vodafone im letzten Jahr wird zudem von der Telekom Presse als ein Signal für die Verkaufsbereitschaft interpretiert.

Ich selbst halte einen Verkauf von "3" durchaus für realistisch, dennoch ist es fraglich, ob der Mutterkonzern Hutchison Whampoa Limited am Verkauf nur einer seiner europäischen Tochterunternehmen interessiert ist. Zudem hat anderen Gerüchten zufolge "3" an der österreichischen Tele2 Kauf-Interesse gezeigt. Wenn das stimmen würde, wäre das ein seltsames Verhalten für ein Unternehmen, welches selbst kurz vor dem Verkauf steht. Wiederum dafür spricht allerdings ein Interview auf derstandard.at mit "3"-CEO Berthold Thoma, in dem er sogar schon eine konkrete Summe nennt: "Vielleicht, wenn jemand kommt, der soviel bezahlt, dass man gutes Geld verdient. Deutlich mehr als eine Milliarde." (Interview auf derstandard.at vom 04.06.2008)

Verkaufsgerüchte um "3" gibt es allerdings schon seit Jahren und bisher haben sie sich immer als falsch heraus gestellt. Aus Sicht der Kunden bleibt zu hoffen, dass es nicht zum Verkauf kommt, denn mehr Anbieter bedeuten auch mehr Wettbewerb und somit bessere/günstigere Preise.

Links:

- Drei

- Artikel in der "Telekom Presse"

Samstag, 14. Juni 2008

Verkauf von Tele2 im Gespräch - Mobilfunkbetreiber zeigen Interesse

Wie das Magazin "Format" berichtet, steht Tele2 Österreich zum Verkauf. Hutchison ("3") und UPC würden beide großes Interesse zeigen, so "Format". Aber auch ONE, T-Mobile und andere Investoren sind angeblich interessiert.

Tele2 Österreich Chef Robert Hackl will jedoch die Gerüchte um einen möglichen Verkauf nicht kommentieren. Auch die Interessenten zeigen sich in ihren Aussagen zugeknöpft. Für Branchenkenner käme ein Verkauf nicht unerwartet, da bereits im vergangenen Jahr die österreichische Tele2 Mobilfunksparte veräußert wurde und zudem sowohl Kundenzahlen als auch Gewinne rückgängig sind. Es werden Angebote in der Höhe von 60 bis 80Mio. EUR erwartet.

-ABSEITS der offiziellen Meldung-

Sollten sich die Verkaufsgerüchte bewahrheiten, bleibt nur zu hoffen, dass nicht UPC den Zuschlag erhalten wird. Damit würde der ohnehin kaum vorhandene Wettbewerb am österreichischen Breitband- und Festnetzmarkt noch weiter schrumpfen. Ich persönlich würde den Verkauf an einen der österreichischen Mobilfunkbetreiber begrüßen oder auch an Investoren, die am Breitband- und Festnetzgeschäft in Österreich ernsthaftes Interesse haben. Würde bspw. Hutchison die österreichische Tele2 erwerben, wären attraktive Kombi-Angebote denkbar, und das alles aus einer Hand.

Links:

- Tele2

- Artikel im "Format"

Freitag, 13. Juni 2008

T-Mobile - 3G iPhone ab 119 Euro, Tarife noch nicht bekannt

T-Mobile gab in einer heutigen Presseaussendung bereits den Preis des 3G iPhones bekannt, verriet jedoch noch nichts über die entsprechenden Tarife. Das Apple Handy wird ab 119 EUR zu haben sein und ist damit günstiger als beim Konkurrenten ONE.

Das 3G iPhone kann auf der T-Mobile homepage auch bereits (unverbindlich) vorgemerkt werden. Am 11. Juli wird dann der offizielle Verkaufsstart sein. Über die Tarifgestaltung ist allerdings noch nichts bekannt, man darf gespannt sein, ob sich T-Mobile auch hier von der Konkurrenz absetzen wird. Bei den 119 EUR handelt es sich jedoch um einen ab Preis, der mit großer Wahrscheinlichkeit für das 8GB Modell im höchsten Tarif (sofern es mehrere geben sollte) fällig ist. Für das Modell mit 16GB ist demnach ein höherer Preis zu erwarten. Über ein Umstiegsangebot für bestehende T-Mobile Kunden ist derzeit übrigens auch noch nichts bekannt.

Links:

- T-Mobile

- 3G iPhone bei T-Mobile vormerken

ONE - 3G iPhone ab 149 Euro

Mobilfunkbetreiber ONE hat heute die Preise für das 3G iPhone und genauere Details zur Tarifgestaltung bekannt gegeben. Das Apple Handy wird in Verbindung mit der Großen Plaudertasche erhältlich sein (10 EUR/Monat bis Jahresende, danach 25 EUR bzw. 19 EUR). Für das iPhone mit 8GB Speicher verlangt ONE 149 EUR und für das 16GB Modell 229 EUR. Wer sich für das iPhone entscheidet, muss allerdings auch das neue "iPhone Pack" dazu nehmen, welches um zusätzlich 14 EUR/Monat 100 SMS österreichweit sowie 3GB Datenvolumen inkludiert.

Fast einen Monat vor dem offiziellen Verkaufsstart hat ONE nun die Katze aus dem Sack gelassen und die iPhone-Tarife sowie die endgültigen Preise für das Handy bekannt gegeben. Mit 149 EUR für die 8GB Version und 229 EUR für das 16GB Modell liegen die Preise deutlich unter den Verkaufspreisen des Vorgängermodells. Wie es aussieht, wird das iPhone aber nur in Verbindung mit der Großen Plaudertasche zu erwerben sein, wobei hier noch das iPhone Pack hinzu kommt. Um 14 EUR monatlich inkludiert dieses 100 SMS österreichweit in alle Netze sowie monatlich 3GB Datenvolumen. Bis Jahresende sind bei Anmeldung bis 31.08. für die Große Plaudertasche 10 EUR/Monat zu zahlen, danach 25 EUR bzw. 19 EUR bei einer Plaudertaschengemeinschaft. Somit beträgt der Normalpreis inkl. iPhone Pack 39 EUR monatlich.

Der Vorverkaufsstart beginnt heute, d.h., es kann schon im ONE Webshop oder in jeder ONE World vorbestellt werden und wird dann am 11. Juli ausgeliefert. Wer im Webshop bestellt, erhält immerhin 40 EUR Webshop-Bonus. Bestehenden Kunden soll es ebenfalls möglich sein, das neue iPhone zu erwerben. Ob man hierbei den Tarif wechseln muss und was es genau kosten wird ist derzeit aber noch nicht bekannt. Um das iPhone Pack wird man aber wohl kaum herum kommen.

Alle iPhone Interessenten sollten auch berücksichtigen, dass die Vertragslaufzeit 24 Monate beträgt und in dieser Zeit kein Tarifwechsel vorgenommen werden kann. Das iPhone ist zudem SIM-locked, kann aber nach Vertragsende gegen eine Gebühr (legal) entsperrt werden.

Links:

- ONE

- 3G iPhone bei ONE

Donnerstag, 12. Juni 2008

Championmobil (ehemals Tele2mobil) wird bob

Die ehemalige Tele2 Mobilfunksparte, die seit der Übernahme durch die mobilkom austria Championmobil heißt, wird mit 05.08. komplett in die Marke bob integriert. Da sich dadurch die allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Leistungsbeschreibungen und die Entgeltbestimmungen ändern, ergibt sich bis 30.06. für alle Championmobil-Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht nach §25 (3) TKG 2003.

Die wichtigsten Änderungen (laut Championmobil homepage):
  • Es wird in Zukunft nur mehr 2 Tarife geben, ältere Tarife werden auf den jeweils nächsten aktuellen umgestellt. Zb.: aus Champion 8 Cent in alle Netze wir der bob Champion mit 8 Cent und 1 Cent zu allen bob Nummern.
  • 1 Cent bei Champion gelten ab nun nicht nur zu den championmobil Teilnehmern (ehemalige Tele2mobil) sondern zu ALLEN bob Teilnehmern
  • die Taktung von 90/60 bei champion gilt für alle Inlandsdestinationen (exkl. Mehrwertnummern -> 30/30), Anrufe ins Ausland und Roaming wurde auf Taktung 60/30 reduziert.
  • die Entgelte für Anrufe ins Ausland wurden auf das Niveau von "bob Wertkarte" gesenkt
  • für Roaming ist zukünftig ein SIM Tausch nötig (kostenlos auf bob SIM) und es gelten die Preise des Zonenroaming von "bob Wertkarte", eine Registrierung ist für Roaming nicht mehr nötig
  • Datendienste, der SMS Inofdienst, Handsets (und Handset entsperren) werden nicht mehr angeboten
  • Registrierte Kunden erhalten ab 05.08.2008 ihre Rechnung Online über www.bob.at, eine Papierrechnung wird nicht mehr versendet
  • Tarifwechsel sind ab 05.08.2008 kostenlos und es stehen auch alle aktuellen bob Tarife zur Auswahl
  • der Bonus für Anrufe bei den "bob mobil" Tarifen wird in vollen Minuten abgerechnet und jeweils mit der nächsten Aufladung gut geschrieben
  • die Einmalentgelte (Portierung, Sperre, Mahnung, Rechnungsduplikat) werden auf das Niveau von "bob Wertkarte" geändert, die Mehrwertsperre, Mobilbox Deaktivierung, Besitzerwechsel und Tarifwechsel sind zukünftig kostenlos.
Die geänderten Bestimmungen im Detail gibt es HIER als PDF. Im Prinzip gibt es durch die Überstellung in die Marke bob keine wesentlichen Änderungen. Die Einmalentgelte habe ich im Detail nicht verglichen, jedoch wird es hier, wenn überhaupt, kaum zu wesentlichen Erhöhungen kommen. Immerhin bietet sich am 05.08. jedem Kunden die Möglichkeit, kostenlos auf einen der bob Tarife zu wechseln.

Links:

- Championmobil

- bob